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Willy-Brandt-Forum Unkel

Willy-Brandt-Platz | 53572 Unkel am Rhein | Tel.: 02224.7799303 | Fax: 02224.902885 für Informationen und Buchungsanfragen (Gruppen und Führungen): 0228.9480923

E-Mail: info@willy-brandt-forum.com für Buchungsanfragen (Gruppen und Führungen): buchungsanfrage@willy-brandt-forum.com | Internet: www.willy-brandt-forum.com

Facebook: www.facebook.com/willybrandtforum

Öffnungszeiten:

April bis 31. Oktober
Dienstag bis Samstag 10 bis 18 Uhr Sonn-/Feiertage 11 bis 18 Uhr

November bis 31. März
Dienstag bis Samstag 10 bis 17 Uhr Sonn- und Feiertage 11 bis 17 Uhr

Letzter Einlass 30 Minuten vor Schließung! Montag geschlossen

Geschlossen: Neujahr, Weiberfastnacht bis Rosenmontag, Karfreitag, 24. bis 26. Dezember, Silvester

Sonderöffnungen und Führungen für Gruppen auf Anfrage. Das Willy-Brandt-Forum verfügt über einen barrierefreien Zugang und einen behindertengerechten Aufzug.

Willy Brandt war einer der bedeutendsten Politiker der deutschen und europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Für sein lebenslanges Eintreten für Frieden, Freiheit, Demokratie und Menschenrechte wurde ihm international Anerkennung gezollt. Als einziger deutscher Politiker der Nachkriegszeit erhielt er 1971 den Friedensnobelpreis. 1979 zog Willy Brandt nach Unkel und lebte in der kleinen Stadt am Rhein als „Bürger unter Bürgern“. Hier schrieb er seine „Erinnerungen“ und blickte zurück auf ein ereignisreiches Leben. Und von hier aus engagierte er sich als „elder statesman“ weiterhin weltweit für die Verwirklichung seiner politischen Ideale, sei es als Präsident der Sozialistischen Internationale oder als Vorsitzender der Nord-Süd-Kommission. Willy Brandt starb am 8. Oktober 1992 in Unkel. Die Stadt Unkel hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Andenken an ihren berühmten Mitbürger zu bewahren.

Das Museum

Nach dem Umbau der ehemaligen Sparkassenfiliale errichtete die Bürgerstiftung Unkel hier, inmitten der historischen Altstadt von Unkel, mit dem Willy-Brandt-Forum ein spannendes Museum zur Zeitgeschichte. Auf über 300 Quadratmetern entstand eine Dauerausstellung auf hohem Niveau.

Garant dafür ist der Ausstellungsmacher und ehrenamtliche Kurator des Willy-Brandt-Forums, Dr. Jürgen Reiche. Im Hauptberuf Ausstellungsdirektor des Bonner Hauses der Geschichte, führt er den Besucher mit seinem narrativen Konzept durch Willy Brandts Zeit nach seiner Kanzlerschaft, also die Unkeler Jahre. Da war Brandt vor allem als „elder statesman“ international unterwegs, sei es als Präsident der Sozialistischen Internationale oder als Vorsitzender der Nord-Süd-Kommission. Gastgeschenke erinnern an zahlreiche Reisen in alle Welt. Willy Brandt war aber auch „Bürger unter Bürgern“ in Unkel.

In die Unkeler Zeit fällt auch die Erfüllung seines Lebenstraums, die Einheit Deutschlands. Auf dem Weg von Unkel nach Berlin notiert er sich am 10. November 1989 im Flugzeug die Worte „Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört.“ Den Mantel, den er damals am Brandenburger Tor trug, findet man neben zahlreichen weiteren originalen Exponaten in der Ausstellung.

Herzstück der Ausstellung ist das originale Arbeitszimmer von Willy Brandt aus seinem Wohnhaus in Unkel. Liebevoll wurde es rekonstruiert, die Bücher so aufgereiht, wie sie bei seinem Tode standen. Am Schreibtisch steht seine Aktentasche, auf der Schreibtischplatte liegen Brille und Stift, als wenn er nur mal kurz hinausgegangen wäre.

Auch das Untergeschoss des Stiftungsgebäudes ist Teil der Dauerausstellung. Hier ist die Porträtgalerie angesiedelt, in der man Bilder und Fotos hochkarätiger Künstler vorfindet. Das berühmte Gemälde von Georg Meistermann, das ursprünglich für die Kanzlergalerie bestimmt war, sowie Werke von Thiemann und Heisig sowie eine Bronzeplastik von Marx zeigen verschiedene künstlerische Sichtweisen auf den berühmten Politiker. Auch an Willy Brandts Begegnung mit Andy Warhol im Jahre 1976 wird erinnert.

Und in einer Fotogalerie - ausgehend von dem bekannten Bild Kennedys zwischen Brandt und Adenauer vor dem Brandenburger Tor - werden Fotos der beiden wohl bedeutendsten deutschen Bundeskanzler gegenübergestellt. Denn auch Konrad Adenauer verbrachte in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts einige Zeit zwangsweise in Unkel. Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie in der Fotogalerie beide Politiker treffen. Arbeiten von Will McBride, Jupp Darchinger, Theo Schafgans, Herlinde Kölbl, Robert Lebeck u. a. erinnern an eine Zeit, in der der eine Regierender Bürgermeister von Berlin und der andere Bundeskanzler war.

Zum Schluss gelangt der Besucher in den Tresorraum der ehemaligen Sparkasse, der den Unkelern in einer Art „musée sentimental“ gewidmet ist. Bürger des Städtchens erzählen hier davon, wie sie Willy Brandt in seinem Wohnort erlebt haben. Spannend ist die Gestaltung der ehemaligen Schließfächer. Zieht man an den Schlüsseln, öffnen sich Schließfächer, hinter denen Film- und Tondokumente sowie Originalobjekte verborgen sind. Hier liegt die Schere, mit der die Unkeler Friseurin Willy Brandt einst die Haare schnitt, hier liegen aber  auch - wie sollte es anders sein im Rheinland? - die Karnevalsorden, die ihm 1974 bei seinem letzten Prinzenempfang im Bonner Kanzleramt verliehen wurden. In einer Fotowand sind Kläppchen verteilt, hinter denen sich Antworten auf 15 Fragen an Willy Brandt verbergen. Auf die Frage „Was ist Ihr Lieblingsgetränk?“ erhält man seine Antwort: „Ein guter Roter“.

Ein besonderer Höhepunkt - vor allem für jüngere Besucher -  ist die Möglichkeit, eine digitale Postkarte mit dem eigenen Foto kostenlos über das Internet zu versenden. Dabei kann man den Hintergrund mit einem Motiv aus Unkel sowie ein weiteres Motiv mit Willy Brandt auswählen.

Das Willy-Brandt-Forum  wurde am 20. März 2011 eröffnet. Seitdem haben viele Tausend Gäste das neue Museum besucht. Besondere Erwähnung verdient die Tatsache, dass das Forum seit Eröffnung nur über das Engagement ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geführt wird. Der Historiker Rudolf Rupperath hat den Besucherdienst des Forums mit ca. 25 ehrenamtlich tätigen Damen und Herren aufgebaut und das Führungskonzept für das Museum verfasst. (Führungen sind auch in Englisch und Spanisch möglich). Das Willy-Brandt-Forum versteht sich als überparteilich. Es soll bei jungen Besuchern das Interesse für eine wichtige Epoche deutscher Nachkriegsgeschichte wecken und zur Auseinandersetzung mit ihr anregen. Für ältere Besucher, die Willy Brandt vielleicht sogar noch selbst erlebt haben, wird das Museum auch Stätte der Erinnerung an einen großen deutschen Politiker sein.

Tourismus
Siebengebirge GmbH

Öffnungszeiten:
November/Dezember 
Mo. bis Fr. 8:30 Uhr bis 17 Uhr / Sa. und So. geschlossen.
Zwischen Weihnachten und Neujahr (23.12 - 31.12) geschlossen. Ab 01.01.2018 sind wir wieder für Sie da.

Hotline: 
0 22 23.91 77-11

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