Kapellenwanderung Hartenberg bis Wahlfeld

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Streckenlänge: 1,52 km
Wanderzeit: ca. 25 Minuten
Startpunkt: Heiligenhäuschen auf dem Hartenberg – 191 m ü. NN
Durchschnittliche Steigung: 2,2 %25
Maximale Steigung: 2,7 %25
tiefster Punkt: 123 m ü. NN
höchster Punkt: 191 m ü. NN

Kapellenbeschreibung
Zur Zeit der Erbauung - um 1905 - war der Hinsberg bewaldet. Dies berichtete der frühere Besitzer Adolf Meurer junior; im 19. Jahrhundert habe sich hier ein Unterstellplatz für Fuhrleute befunden, die dort auf ihrem Weg von Kloster Heisterbach nach Siegburg rasteten. Dieser sei dann verschönert und als Dank für eine überstandene Seuche zum Heiligenhäuschen umgebaut worden.*

Bernhard Gast aus Oberpleis konnte folgendes in Erfahrung bringen: „Nach mündlicher Überlieferung (von Heinrich Bellinghausen) wurde das Heiligenhäuschen um 1905 von Adolf Meurer senior und dessen Ehefrau Katharina Weyler mit deren unverheirateten Brüdern Peter und Heinrich Weyler erbaut. Adolf Meurer und Peter Weyler betrieben in Zweikreuze eine Schmiede. Das Heiligenhäuschen wurde auf Meurers Grund und Boden vermutlich in Eigenarbeit erbaut, darauf lässt auch die aus verstärktem Walzblech hergestellte zweiflügelige Tür schließen. Die weithin sichtbare Linde ist um diese Zeit gepflanzt worden. Bei der Renovierung durch die Kolpingsfamilie Oberpleis in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde im Innern das alte Steinkreuz eingemauert, eine Stiftung des damaligen Jagdpächters.

Mehrfach erlitt das Heiligenhäuschen Verwüstungen durch Vandalismus. Daher brachte man 1993 eine zusätzliche Gittertür an. (Sie wurde von Ernst Effelsberg aus Bellinghauserhohn handgefertigt, Anm. des Verf.) Seit einigen Jahren stehen das Heiligenhäuschen und die alte Linde unter Denkmalschutz“.

Marianne Gorzolla, welche das Heiligenhäuschen seit 1980 mit Hingabe betreut, erzählt, dass Malermeister Hans Krämer und Dachdeckermeister Jürgen Zich sie bei der Instandhaltung mit ihren Möglichkeiten unentgeltlich unterstützten. Bei der Bemalung des Innenraums habe man sich von religiösen Symbolen leiten lassen. So deute die helle Stirnwand darauf hin, dass vom Kreuz Licht und Freude ausgehen. Das aus dem Jahre 1993 stammende Wandbild von Anke Ikelle - Matiba - Kohlhausen bringe mit einem Tiermotiv aus der freien Natur die mütterliche Liebe und Sorge zum Ausdruck. Man habe die Schattierung der angrenzenden Wände aufgehellt, dabei die Rundung der Stirn- und Rückwand mit sieben Bögen übernommen, welche die sieben Schmerzen Mariens symbolisch darstellten. Einmal in jedem Jahr hält die Katholische Frauengemeinschaft Oberpleis im Heiligenhäuschen ihre Maiandacht.

Edgar Zens

*) vgl. Pater Gabriel Busch, Kapellenkranz um den Michaelsberg, Verlag Abtei Michaelsberg Siegburg 1985 

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Siebengebirge GmbH

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