Kapellenwanderung Pleiserhohn bis Eisbach

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Streckenlänge: 3,23 km
Wanderzeit: ca. 50 Minuten
Startpunkt: St. Anna Kapelle in Pleiserhohn – 196 m ü. NN
Durchschnittliche Steigung: 3,2 %25
Maximale Steigung: 11,8 %25
tiefster Punkt: 154 m ü. NN
höchster Punkt: 212 m ü. NN

Kapellenbeschreibung
Alten mündlichen Überlieferungen zufolge soll in früherer Zeit in Pleiserhohn ein sogenanntes Nachbarschaftskreuz aus Holz gestanden haben. An diesem Nachbarschaftskreuz wurden von den Einwohnern unserer Dörfer Andachten gehalten und bei Sterbefällen wurde der Rosenkranz gebetet. Mit einem besonderen Horn wurden die Dorfbewohner zur Teilnahme an Andachten und Betstunden zusammengerufen. Dieses Horn, ein großes gelbes Ochsenhorn mit Mundpfeife und eingeritzter Jahreszahl 1771, wird heute noch in der Kapelle aufbewahrt.

Auszug aus dem Pleiserhohner Wald- und Nachbarschaftsbuch von Christan Gratzfeld, 1885:
„Die Kapelle ist erbaut worden im Jahr 1885 unter der Regierung des 88-jährigen Kaisers Wilhelm I., als der Papst Leo XIII 75 Jahre alt war und Philippus Krementz zum Erzbischof von Köln ernannt war. Den ersten Anlass hierzu gab die unverehelichte Gertrud Weber von hier, welche sofort 750 Mark zu dem Bau schenkte. Das weitere Geld ist durch die Nachbarn von hier und Thelenbitze und verschiedenen Auswärtigen zusammengebracht worden. Die Kapelle hat gebaut und verputzt der Maurer Wilhelm Dornbusch aus Rott nebst seinen Gesellen. Das Handlangern haben die Nachbarn besorgt. Das ganze Material ist beinahe alle durch die Bauern von hier und auswärts hergeschafft worden. Über die ganzen Auslagen an der Kapelle kann ich eine spezielle Rechnung beilegen.“

Dem Bau vorangegangen war ein Baugesuch der Nachbarschaft vom 26.5.1885 an den damaligen Bürgermeister der Gemeinde Oberpleis. Der Bürgermeister J. Heuser erteilte am 11.6.1885 die Genehmigung zum Bau der St. Anna Kapelle. Die Eigentumsverhältnisse der Kapelle waren sehr wechselhaft. Ursprünglich standen die Kapelle und der Vorplatz im Eigentum der „Nachbarschaft Pleiserhohn“. Im Zuge des Anfang der 1950er Jahre durchgeführten Umlegungsverfahrens Oelinghoven wurde das der Nachbarschaft gehörende Grundstück mit der Kapelle in das Eigentum der Zivilgemeinde Oberpleis übergeführt. Damit endete nach rund 150 Jahren die Ära der Nachbarschaft als Eigentümerin des Nachbarplatzes und schließlich auch der Kapelle.*

Bei der kommunalen Neuordnung im Lande Nordrhein- Westfalen im Jahr 1969 ging die Kapelle in das Eigentum der Stadt Königswinter über. Heute steht die Kapelle und der Kapellenplatz im Eigentum der Katholischen Kirchengemeinde St. Pankratius Oberpleis. Kapelle und Kapellenplatz werden von den Dorfbewohnern liebevoll gepflegt und betreut. Auf dem Kapellenplatz finden im Laufes eines Jahres zahlreiche Veranstaltungen statt.

Das Hauptereignis ist natürlich die „Anna-Kirmes“, die jedes Jahr um den Namenstag der Schutzpatronin der Kapelle, der heiligen Anna, gefeiert wird. Auch die historische Wasserentnahmestelle der sogenannte Pütz, die im angrenzenden Siefen früher vorhanden war, wurde nachgebaut, um die Geschichte des Dorfes auch den nachfolgenden Generationen im wahrsten Sinne des Wortes vor Augen führen zu können.

*Quelle: Aufsatz von Willi Zerres und Peter Weber aus dem Jahr 1958

Angelika Felgenhauer

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